Die Nachwuchsbrandschützer der Jugendfeuerwehr Lahntal-Caldern hatten vom 29.10.2021 bis 30.10.2021 wieder die Möglichkeit in die Rolle eines Berufsfeuerwehrmannes zu schlüpfen.
Der sogenannte Berufsfeuerwehrtag erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit in den Reihen der Jugendfeuerwehr, ist aber auch für die Betreuer und Jugendfeuerwehrwarte eine schöne Abwechslung im Jugendfeuerwehralltag. Selbstverständlich wurden alle Teilnehmer im Vorhinein negativ auf das Coronavirus getestet und sind zusätzlich vollständig geimpft. Außerdem wurde ein Mund-NasenSchutz getragen, sofern der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden konnte.
Nachdem das Feuerwehrhaus in Caldern kurzerhand zur Berufsfeuerwehrwache umfunktioniert, die Einsatzfahrzeuge auf Vollständigkeit und Funktion gerprüft sowie die Positionen für den Einsatzdienst eingeteilt wurden, folgte prompt der erste Einsatz. In Lahntal-Kernbach wurde ein unklarer Feuerschein gemeldet, welcher sich vor Ort angekommen als nicht angemeldetes Nutzfeuer ohne Aufsicht darstellte. Die Jugendfeuerwehr leitete umgehend Löschmaßnahmen ein und konnte das Feuer schnell löschen.
Der Alltag einer Berufsfeuerwehr ist sehr vielseitig, somit wurden neben dem Einsatzgeschehen zum Beispiel verschiedene Ausbildungen abgehalten. Nach einer anstrengenden Nacht mit einem Einsatz gegen 02:30 Uhr, mussten gleich nach dem Frühstück alle übrigen Kräfte mobilisiert werden. Unterstützt durch zwei Kollegen des Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) galt es eine Person zu reanimieren. Hier konnten die Jugendfeuerwehrmitglieder die Abläufe unmittelbar miterleben und anschließend die Reanimation üben sowie den Rettungswagen genauer unter die Lupe nehmen.
Das Finale des Berufsfeuerwehrtages stellte der fünfte und letzte Einsatz dar. Gegen 12:00 Uhr rief die Rettungshundestaffel des DRK Marburg die jungen Einsatzkräfte zur Unterstützung in ein nahegelegenes Waldstück. Hier bestand die Aufgabe, zusammen mit den Hundeführern drei vermisste Personen zu finden.
Etwaige Verletzungen dieser waren zunächst noch unklar. Während der Personensuche hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, den Einsatzkräften der Rettungshundestaffel Fragen zu stellen und sich ein allgemeines Bild von deren Arbeit zu machen.
Auch hier war der Rettungsdienst wieder eingebunden, so war eine der vermissten Personen im Wald gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Die medizinische Versorgung übernahm die Besatzung des Rettungswagens vom RDMH.
Die Jugendfeuerwehr unterstütze die medizinischen Maßnahmen und half beim Transport zum Rettungswagen.
Im Anschluss an den finalen, zweistündigen Einsatz ging es ans Aufräumen, sodass das Feuerwehrhaus wieder an die Kameraden der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Caldern übergeben werden konnte.
Zum Abschluss wurde der Grill angeworfen und selbstgemachte Burger gegrillt.
An dieser Stelle vielen Dank an die Rettungshundestaffel des DRK Marburg, den Rettungsdienst Mittelhessen und die Kameraden der Feuerwehr Caldern für die tatkräftige Unterstützung.
Dadurch konnte die Ausbildung der Jugendlichen bereichert und vielseitiger gestaltet werden.





